Keine Bildung ohne Bindung

 

Für meine Arbeit bedeutet das, dass die Kleinen zunächst in einer behutsamen Eingewöhnung ein sicheres Band zu mir knüpfen und stets in ihren Bedürfnissen wahrgenommen und reflektiert werden. Ein Kind versteht die Welt durch die Bezugsperson. Bedingungsloses Vertrauen schafft die Grundlage einer guten Entwicklung. In ständiger Kommunikation mit den Kindern, nehme ich sie wahr und gehe umgehend auf sie ein. Gespräche mit den Eltern und mehrmalige kurze Berichte über den Tag verteilt, helfen auch hier Vertrauen und Transparenz zu schaffen. Wir werden zu Erziehungspartnern  in der wichtigsten Entwicklungsphase des noch kleinen Kindes. Nie wieder lernt es so viel in so kurzer Zeit. Gehen, Sprechen, Denken. Es entsteht  ein Fundament, dass ein Leben lang zeigen wird, wie stark es ist.

 

Der Tagesanfang ist an den einzelnen Wochentagen gleich  aufgebaut, wir kommen gemeinsam an und spielen bis alle Kinder da sind. Nach einem kleinen Reigen geht es zum gemeinsamen Frühstück, welches an jedem wiederkehrenden Wochentag möglichst gleich ist, je nach Altersstruktur der Gruppe. Auch die Rituale zum Schlafen oder gemeinsamen Aufenthalt im Freien sind so gestaltet, dass die Kinder sofort erkennen worum es sich handelt und eine wohlige Wiederkennung innere Sicherheit gibt.

 

Dies geschieht in einer kleinen Gruppe von 5 Kindern, in der den Kleinen der notwendige Schutz- und Ruheraum gegeben werden kann.

 

Große, liebevoll eingerichtete Räume laden zum Spielen, ruhen und toben ein. Wann immer es möglich ist, wird das Spiel in den großen Garten verlegt.

 

Das Spiel des ganz kleinen Kindes, noch vor dem Kindergartenalter, ist bestimmt durch das Verlangen, alles in spielende Tätigkeit umzusetzen, was es über seine Sinne aufnimmt. Wahrnehmen und Tun gehören noch ganz eng zusammen und dabei lernt das Kind die Dinge der Welt vorurteilsfrei kennen: Stoffe, Formen und Farben, die Elemente der Natur und physikalische Gesetze wie Statik oder Schwerkraft. Die Spielmaterialien, mit denen kleine Kinder umgehen, sollten „echt“ und in ihrer Formgebung noch nicht fertig  ausgestaltet sein, damit die Sinne, die Phantasie, die Vorstellungen nicht getäuscht, sondern angeregt werden. Spielmaterialien und Anregungen von Emmi Pikler fließen stark in meine Arbeit ein, dem Kind die nötige Sicherheit geben, es jedoch die einzelnen Schritte allein erlernen und erproben lassen, fördern Kontinuität, Konzentration und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Gerade diese Komponenten sehe ich immer wieder in meiner Arbeit mit den Kindern bestätigt.

 

Alles Erlebte hinterlässt unauslöschliche Eindrücke. In diesen ersten Jahren braucht das Kind deshalb vor allem Ruhe und Zeit für die notwendigen Entwicklungsschritte, dazu Schutz und Sicherheit. Meine Aufgabe sehe ich darin, Erziehungsarbeit außerhalb der Familie so zu gestalten und ergänzend anzubieten, dass die Bedürfnisse des kleinen Kindes ganz im Mittelpunkt stehen.

 

Gemeinsame Elterntreffen runden die Erziehungsarbeit ab. Durch regelmäßige Supervisionen mit meinen Kolleginnen Andrea Grasmugg und Nathalie Ries vom Team Kinderblick, bieten wir ein stabiles Netz in allen Themen rund um Ihr Kind. Austausch, Anregung und Erklärung finden hier ihren Raum. 

 

Entscheidend ist jedoch immer das Gefühl, welches nach einem ersten Kennenlerngespräch erwacht.

 

Das Wichtigste ist, dass es passt, darum möchte ich hier auch nicht allzu starre Vorgaben verfassen. Die Wünsche der Eltern stehen im Vordergrund. Zögern Sie nicht mich anzusprechen. In einem Gespräch lässt sich einiges klären. 

 

Tagesmutter Düsseldorf